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Es passiert sehr viel...

... aber was ändert sich? Menschen sterben. An Hunger, durch Naturgewalten, Kriege oder Attentate. Das Wetter spielt verrückt, wir stehen vielleicht am Rande einer Klima-Katastrophe. Die Weltwirtschaft rutscht in eine Krise nach der anderen. Das soziale Gefüge der Industrieländer driftet auseinander, nationale und internationale Eskalation droht. Natur wird unwiederbringlich ausgeraubt, Tiere sinnlos gequält und abgeschlachtet.

Hinter vielen dramatischen Ereignissen lassen sich die Probleme rund um die Sucht nach harten Drogen leicht verdrängen. Natürlich verstehen auch wir als Eltern und Angehörige von drogenabhängigen Menschen, daß es viele gibt, die Hilfe brauchen. So wie unsere Kinder, Freunde und Lebensgefährten. Was immer in der Welt sonst geschieht, es gibt keine Rechtfertigung dafür, ihnen die mögliche Hilfe zu versagen, ihrem unnötigen Sterben (un-) entschlossen zuzusehen.

Haben wir nur das Recht, zu trauern, unser Schicksal und das unserer drogenkranken Angehörigen zu beklagen? Denn auch sie leiden sinnlos, sterben, obwohl sie leben könnten. Deshalb ist es unsere Aufgabe, zu fragen:

Warum geschieht so wenig? Warum sind verbohrte Ideologien wichtiger als das Überleben unserer Kinder und Freunde? Warum wartet man offensichtlich, bis das Problem von alleine ausstirbt?

Wir stellen Ihnen auf diesen Seiten unsere Sicht der Dinge vor, aus der Perspektive betroffener Eltern und Angehöriger. Nicht immer ganz objektiv, wird der eine sagen. Und zu provozierend, der andere.

Aber was ist schon objektiv? Daß die Reinheit der einen Droge (Alkohol) ebenso staatlich garantiert wird, wie die tödliche Verunreinigung aller "illegalen" Drogen? Und was provoziert mehr? Daß wir als Angehörige nicht verhindern konnten, daß unsere Kinder und Freunde abhängig wurden? Oder daß der Staat, der es mit seiner ganzen gesetzgeberischen, rechtsprecherischen und polizeilichen Macht ebenso wenig verhindern konnte, jetzt die mögliche Hilfe verweigert?

Wir sagen danke - aber nicht mehr bitte!

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